11. Tag

Zunächst geht es mit Einbäumen weiter bis Punto Venado. Dies ist eine "Geisterstadt" der Cayapa. Die Indianer begraben hier ihre Toten. In den riesigen Zeremonialhäusern, die auf Pfählen stehen, finden zweimal jährlich Tanzfeste zu Ehren der Toten statt. Wir erleben auf der Weiterfahrt die Einmaligkeit der Regenwälder und besuchen die Missionsstation "Santa Maria de los Cayapas".

Am späten Nachmittag erreichen wir ein Cayapa-Haus, in dem wir übernachten werden. "Tarzan-Stimmung" kommt auf. Die Cayapa-Indianer wohnen in großen Pfahlhäusern, die meist in Flussnähe errichtet sind. Ein solches Haus bietet Platz für eine Großfamilie, das heißt, für etwa 15 Personen.

Bei Dunkelheit fahren wir mit unserem Einbaum zum Haus eines Schamanen (Geistheiler). Schon beim Betreten des Hauses sehen wir die Kranken, die in Begleitung ihrer Familien zum Teil von weither gekommen sind, um sich vom Schamanen behandeln zu lassen. Die Cayapa-Schamanen haben einen großen, fast legendären Ruf. Das faszinierende, geheimnisvolle Anrufen von Geistern und Helfern ist beeindruckend. Eine große Bedeutung haben holzgeschnitzte Ahnenfiguren. Der Schamane muss, um eine Krankheit "sehen" zu können, Drogen nehmen. Die in Ecuadors Urwäldern bevorzugte Droge ist "Ayahuasca" (Banisteriopsis caapi), der bittere Saft einer Liane, der in kleinen Mengen getrunken, Halluzinationen hervorruft.

Ü im Haus der Cayapa
F/M/A
 

leer.gif (43 Byte) Mit dem Einbaum auf dem Rio Cayapa

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Typisches Haus am Rio Cayapa

Behausung der Cayapa am Rio Onzole

Geistheiler im Haus der Cayapa-Indianer

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